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Hautbarriere verstehen: Transepidermaler Wasserverlust einfach erklärt
Jun 25, 20264 min read

Hautbarriere verstehen: Transepidermaler Wasserverlust einfach erklärt

Eine gesunde Hautbarriere hält Feuchtigkeit drinnen und Reize draußen. Ist sie geschädigt – wie häufig bei Neurodermitis, Psoriasis oder sehr sensibler Haut – verdunstet ständig Wasser durch die Hautoberfläche (transepidermaler Wasserverlust, kurz TEWL). Gleichzeitig dringen Reizstoffe, Allergene und Bakterien leichter ein und triggern neue Entzündungen. Es entsteht ein Teufelskreis aus Trockenheit, Juckreiz und Reizung. Pflege hilft dann nur, wenn sie die Barriere selbst stützt – nicht nur Feuchtigkeit obendrauf legt. Genau dafür wurde unsere Med Care Linie entwickelt.

Stell dir einen Schwamm mit Rissen vor

Ein intakter Schwamm hält Wasser fest. Ein Schwamm mit Rissen? Lässt es einfach durchlaufen.

Genau so funktioniert die Haut bei vielen mit Neurodermitis, Psoriasis oder dauerhaft empfindlicher Haut. Die äußerste Schutzschicht – die Hautbarriere – ist gestört. Feuchtigkeit entweicht ständig. Und durch die feinen Risse kommen gleichzeitig Reizstoffe rein, die alles noch schlimmer machen.

Eincremen allein reicht da oft nicht. Es braucht Pflege, die die Risse wirklich schließt.

Was ist die Hautbarriere eigentlich?

Die Hautbarriere ist die oberste Schicht der Haut – ungefähr so dünn wie ein Stück Frischhaltefolie. Trotzdem leistet sie zwei riesige Jobs:

- Sie hält Feuchtigkeit drinnen.

- Sie wehrt Reize, Bakterien und Allergene draußen ab.

Sie besteht aus Hautzellen (Corneocyten) und einer dazwischenliegenden Lipidschicht – mit Stoffen wie Ceramiden, Cholesterin und freien Fettsäuren. Diese Lipide funktionieren wie ein natürlicher Kleber, der die Zellen zusammenhält und die feinen Lücken füllt. Bricht diese Schicht auf, entstehen genau die Risse aus unserer Schwamm-Metapher: Wasser entweicht, Reize dringen ein.

Was passiert bei einer geschädigten Hautbarriere?

Wenn die Barriere nicht mehr richtig schließt, kippt das Gleichgewicht. Drei Dinge laufen gleichzeitig:

1. Transepidermaler Wasserverlust (TEWL)

TEWL klingt nach Lehrbuch – meint aber etwas ganz Konkretes:

Wasser verdunstet ständig aus der Haut nach außen. Bei intakter Barriere ist das ein normaler, sehr leiser Prozess. Bei geschädigter Barriere wird er deutlich stärker.

Das spürt deine Haut sofort: Sie wirkt trocken, gespannt, rau, empfindlich – oder reagiert schneller gereizt. Egal, wie oft du Wasser obendrauf gibst: Wenn der Schwamm Risse hat, läuft es wieder raus.

2. Reizstoffe und Allergene dringen ein

Eine löchrige Barriere ist keine Einbahnstraße. Was raus kann, kommt auch rein – nur eben in die falsche Richtung. Reizstoffe, Allergene und Bakterien schaffen es leichter durch die Hautschichten und triggern dort Entzündungsreaktionen.

3. Der Teufelskreis

Daraus entsteht ein Kreislauf, den viele aus eigener Erfahrung kennen:

1. Feuchtigkeitsverlust durch erhöhten TEWL.

2. Trockenheit und Spannungsgefühl.

3. Reizung, Rötung, Juckreiz.

4. Empfindlichkeit – schon kleinste Auslöser triggern jetzt eine Reaktion.

Und das alles macht die Barriere weiter durchlässig. Die Schleife dreht sich.

Warum sind Neurodermitis und Psoriasis besonders betroffen?

Sowohl Neurodermitis (atopisches Ekzem) als auch Psoriasis (Schuppenflechte) haben eine genetische Veranlagung und gehen mit einer fehlgeleiteten Immunreaktion einher. Die Folge ist in beiden Fällen ähnlich: Die Hautbarriere ist chronisch belastet – der "Schwamm" hat dauerhaft feinere Risse.

Das heißt für deine Haut konkret:

- Mehr transepidermaler Wasserverlust – die Haut trocknet schneller aus.

- Schnellere Reizung durch Auslöser von außen.

- Häufigere Entzündungen, die ihrerseits die Barriere weiter schwächen.

Genau deshalb hilft Pflege bei diesen Hautlagen besonders dann, wenn sie die Risse schließt statt nur die Oberfläche zu befeuchten.

Was eine geschädigte Hautbarriere wirklich braucht

Eine kurze Checkliste – das hier ist für deine Haut Gold wert:

- Mild formuliert. Keine aggressiven Tenside, keine austrocknenden Alkohole.

- Reduziert in der INCI. Je weniger Reizpotenzial, desto besser.

- Alltagstauglich. Du wirst sie täglich brauchen – nicht nur in Schubphasen.

- Unterstützend statt störend. Stoffe, die die Barriere stützen, nicht angreifen.

- Gleichgewichts-stabilisierend. Damit deine Haut wieder lernen darf, sich selbst zu regulieren.

Was die Pflege also nicht tun sollte: kurzfristig Feuchtigkeit obendrauf legen und dann verdunsten lassen. Was sie tun sollte: die Lipidschicht stabilisieren, damit Feuchtigkeit überhaupt drinbleibt.

Wofür wir Med Care entwickelt haben

Genau für diese Logik gibt es bei natüür die Med Care Linie: medizinisch inspirierte Pflege für Haut, deren Barriere chronisch belastet ist – etwa bei Neurodermitis, Psoriasis, Rosacea oder Ekzemen.

Die Basis ist in jedem Produkt unser patentierter Wirkstoffkomplex NEEMAVERA® aus frischen Neem-Blättern. Er wird wissenschaftlich vor allem wegen seiner antioxidativen, entzündungshemmenden und antimikrobiellen Eigenschaften untersucht – also genau dort, wo eine gestörte Barriere ansetzt. Mehr Hintergrund zum Inhaltsstoff: Was ist Neem?

Konkret findest du in der Linie unter anderem:

- Cream – die tägliche Basispflege, die die Barriere bei trockener, sensibler Haut unterstützt.

- Cream forte – die intensivere Variante mit 2,5 % NEEMAVERA® für akute Phasen.

- Skin Balm – reichhaltig, für besonders trockene und stark belastete Stellen.

Wenn du dir unsicher bist, wo du anfängst: Unser Produktberater führt dich in zwei Minuten durch ein paar Fragen und zeigt dir, was zu deiner Hautlage passt.

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